Diese Häuser nutzen passive Energiequellen wie Glühbirnen, Computer, Fernseher und menschliche Wärme. Zum Beispiel: Ein erwachsener Mensch „heizt“ den Innenraum mit einer Leistung von ca. 200 Watt, und wenn Sie zu viert im Haushalt leben oder noch besser in einer Schule, wo in einem Klassenzimmer zwanzig Kinder sind, merkt man das schon.
Darüber hinaus wird in Wärmetauschern mit Rückgewinnung von Wärme die Wärme aus der verbrauchten (verschmutzten) Luft an die frische kalte Luft übertragen. So kann bei 20 °C im Innenraum und 0 °C in der Außenumgebung die frische Luft auf bis zu 17 – 18 °C erwärmt werden. Für die Heizung, denn bei Frost muss man sich doch etwas wärmer halten, geben Sie jährlich anstelle von vierzigtausend vielleicht nur fünftausend Kronen aus.
In unserem Land sind Passivhäuser noch nicht so weit verbreitet, ihr Bau macht nur einen niedrigen einstelligen Prozentsatz aus. Im Gegensatz dazu sind sie in Deutschland oder Österreich deutlich weiter, dort werden bereits etwa zehn Prozent solcher Häuser gebaut.
Das A und O ist die Messung. Hier kommen Luftqualitäts-Sensoren zum Einsatz. Sensoren ermöglichen es, die Qualität der Innenluft einfach und kostengünstig dauerhaft zu messen, z.B. durch die Überwachung der CO2-Konzentration in der Luft, und basierend auf den gewonnenen Werten die Lüftungssysteme so zu steuern, dass eine gute Luftqualität gewährleistet und gleichzeitig der Energieverbrauch minimiert wird. Solche Systeme sind besonders nützlich für Räume mit wechselnder Personenzahl. Die Lüftungsleistung wird dann kontinuierlich in Abhängigkeit von der Anzahl der Personen, die sich im belüfteten Raum befinden, angepasst. Eine hohe Konzentration von Kohlendioxid führt zu verbrauchter Luft, die Müdigkeit, Schläfrigkeit und Konzentrationsschwäche verursacht. Dadurch sinkt die Produktivität in einem solchen Raum dramatisch.