Die Qualität der Innenluft wird heutzutage anhand von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und vor allem der Konzentration von Kohlendioxid (CO2) beurteilt. Oft beschweren sich die Menschen jedoch über die Luftqualität, obwohl alle diese Indikatoren ein optimales Niveau aufweisen. Das liegt daran, dass der Komfort der Menschen in Innenräumen nicht nur durch eine hohe CO2-Konzentration beeinträchtigt wird, sondern auch durch verschiedene Gerüche, Dämpfe usw. Die meisten dieser Stoffe, die wir mit dem Geruchssinn wahrnehmen (auch die, die wir nicht erkennen können), fallen in die Gruppe der sogenannten flüchtigen organischen Verbindungen.

Flüchtige organische Verbindungen, auch VOC (von englisch Volatile Organic Compounds), sind chemische Substanzen, die in Form von Gasen aus festen Stoffen oder Flüssigkeiten freigesetzt werden und sich bei Raumtemperatur leicht in die Luft verflüchtigen. Die Konzentration dieser Stoffe kann in Innenräumen bis zu 100-mal höher sein als im Freien.
Viele Produkte, die wir täglich verwenden oder denen wir ausgesetzt sind, setzen VOC in die Luft frei. Dazu gehören beispielsweise verschiedene Reinigungsmittel, Dämpfe beim Braten und Kochen, Parfums, Dämpfe von Farben und Möbeln usw. Während alle VOC das Potenzial haben, schädlich zu sein, gibt es einige VOC, die besonders gefährlich sein können und dennoch aus einer Reihe von Produkten in unseren Haushalten emittiert werden – wie Formaldehyd, Benzol und Phenol. Selbst leicht erhöhte Konzentrationen von Luftchemikalien können gesundheitliche Probleme für Menschen verursachen, insbesondere für kleine Kinder, ältere Menschen, schwangere Frauen und diejenigen, die an Allergien und Asthma leiden.
Die Belüftung basierend auf der Konzentration von Kohlendioxid spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung moderner Belüftungssysteme. Dieses Gas, wie bereits erwähnt, ist nicht die einzige (und auch nicht die schädlichste) Substanz in Innenräumen. Kohlendioxid selbst ist in geringen Konzentrationen für den Menschen nicht gefährlich, lässt sich jedoch hervorragend messen, und bei einer Verunreinigung des Raumes durch Menschen steigt seine Konzentration vergleichbar mit der Konzentration anderer Stoffe – daher wurde es als zuverlässiger Indikator zur Beurteilung der Luftqualität gewählt.
Reale Messungen zeigen, dass eine erhöhte Konzentration von Schadstoffen in der Luft nicht unbedingt eine erhöhte Konzentration von CO2 bedeuten muss, und dennoch enthält die Luft viele gesundheitsgefährdende Substanzen. Logischerweise sollte das Belüftungssystem auch auf diese Situation reagieren und nicht nur auf die CO2-Konzentration.
Um die Luftqualität nicht nur auf der Grundlage von CO2 zu messen, werden in letzter Zeit immer häufiger „Luftqualitäts-Sensoren“ eingesetzt, die allgemein als Sensoren für flüchtige organische Verbindungen. Diese Sensoren werden so beschrieben, dass ihre Messungen dem menschlichen Geruchswahrnehmung nahekommen. Darüber hinaus erkennen die Sensoren auch Substanzen, die Menschen mit dem Geruchssinn nicht wahrnehmen.
Der breite Bereich der detektierbaren Gase ermöglicht die Überwachung verschiedener Gaskonzentrationen, was die Überwachung der Luftqualität erleichtert. Die detektierte Konzentration reicht von Einheiten in ppm bis hin zu Tausenden von ppm. Diese Eigenschaften machen diese Sensoren für den Einsatz in weniger anspruchsvollen Räumen wie Haushalten, Gemeinschaftsräumen, Schulen, Turnhallen usw. geeignet.
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CO2 |
VOC |
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| Schulen |
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| Gemeinschaftsräume |
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| Büros |
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| Wohnräume |
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| Umkleideräume |
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| Mensen |
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| Küchen |
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| Turnhallen, Fitnessstudios |
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